Skitour · Bannalp · Urner Alpen
Ruchstock – Karte, Topos und Route
Die Felswände des Ruchstocks wirken von der Bannalp abweisend. Die Skiroute findet ihren Weg durch die Geländekammern und zu einem steilen Übergang, an dem die Ski meist auf den Rucksack kommen. Für die Gipfelüberschreitung und den Nordsattel braucht es eine eigene Entscheidung.
- Schwierigkeit
- ZS über die Nordseite · Nordsattel steiler
- Zeitbedarf
- Ca. 3–3½ h Aufstieg auf der Grundroute
- Aufstieg
- Rund 1120 Hm ab Bannalp
- Abfahrt
- Grundroute ca. 1120 Hm · Talvarianten länger
- Start
- Bannalp
- Tourenziel
- Rund 2810 m · Nordgipfel
- Exposition
- Nord, Ost und West
Zeit und Höhenmeter sind Richtwerte für die bezeichnete Route. Zusatzvarianten, Bahnfahrten und Rücktransport entsprechend einplanen.
Die Linie verstehen
Karte und Topos
Die Unterlagen zeigen Zugang, Schlüsselstellen und Abfahrten im Zusammenhang. Für kleine Beschriftungen das Original öffnen und die benötigten Karten vor der Tour offline speichern.

Interaktive Skitourenkarte
Karte gross bei swisstopo öffnen ↗
Die eingezeichneten Linien zeigen das Gelände. Den genauen Verlauf nach aktueller Schneelage, Sperrungen und Schutzgebietsregeln festlegen; für die Navigation eine aktuelle Landeskarte verwenden.
Vom Ausgangspunkt zum Tourenziel
Routenbeschreibung
Bannalp – Bannalper Schoneggeli
Von der Bannalp zum Bannalper Schoneggeli aufsteigen. Auf der Nordostseite in Richtung Grosser Kessel weitergehen. Wechten und die sichere Passage über den Übergang beachten.
Grosser Kessel – steiler Übergang
Durch den Kessel zum steileren Durchlass im oberen Teil. Im Bereich um 2600 m kann eine Trage- und Kletterpassage nötig werden. Steigeisen, Pickel und eine mögliche Seilsicherung nach Verhältnissen planen.
Zum Nordgipfel
Oberhalb des Übergangs zum Gipfelbereich weitersteigen. Vor der Fortsetzung über den Nordsattel den Zustand der steilen Hänge und die Rückzugsmöglichkeiten klären.
Die Rückkehr gehört zur Tour
Abfahrt und Varianten
Die Rückfahrt auf der Grundroute bleibt eine alpine Abfahrt. Die Überschreitung zum Nordsattel ist eine steilere Variante und übernimmt nicht automatisch die Bewertung der Normalroute. Für eine anschliessende Talabfahrt nach Oberrickenbach müssen die tiefen Abschnitte ausreichend eingeschneit sein.
Worauf es ankommt
Schlüsselstellen und Planung
Der steile Durchlass, harter Schnee und die unterschiedlichen Gipfelvarianten verlangen alpine Erfahrung. Den vorhandenen Spuren nur folgen, wenn sie zur gewählten Route und zur eigenen Ausrüstung passen.
Lawinenbulletin und Wetter für die betroffenen Höhenlagen und Expositionen prüfen. Den Zeitplan mit Schneedecke, Erwärmung und allfälligen Betriebszeiten der Bahnen abstimmen. Eine vorhandene Spur ersetzt die eigene Beurteilung nicht.
Zur Route und zu den Verhältnissen passend
Ausrüstung und Voraussetzungen
- Tourenski mit Fellen, passende Harscheisen und eine sichere Bindungsbedienung.
- LVS-Gerät, Sonde und Schaufel pro Person; geübte Kameradenrettung.
- Aktuelle Karte offline, Orientierungsmittel, Erste Hilfe, Biwaksack und genügend Wärme- und Wetterschutz.
- Sicheres Skifahren im freien Gelände sowie Kondition und Reserven für die ganze Route.
- Für harte oder vereiste Steilpassagen Steigeisen und Pickel einplanen; je nach Route Helm, Gurt und Seil zur Sicherung. Die erforderlichen Techniken müssen beherrscht werden.
Häufige Fragen
Muss ich die Ski tragen?
Am steilen Übergang im oberen Teil ist häufig Fussarbeit nötig. Je nach Schnee und Vereisung können Steigeisen, Pickel und Seilsicherung erforderlich sein.
Ist der Nordsattel die normale Rückfahrt?
Der Nordsattel ist eine gesonderte, steilere Variante. Die Entscheidung dafür fällt nach Beurteilung der ganzen Linie, nicht allein anhand vorhandener Spuren.
Gemeinsam unterwegs
Ruchstock mit Bergführer
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