Naturgefahren Engelberg
Naturgefahren Engelberg: Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Erosion prägen das Berggebiet. Schutzwald und technische Verbauungen helfen, Menschen, Wege und Siedlungen vor den Folgen dieser Naturprozesse zu schützen.
Lawinen in Engelberg
Schnee ist nicht einfach Schnee. Eine Schneedecke besteht aus verschiedenen Schichten, die sich laufend verändern.
Wind, Neuschnee, Temperatur und die Beschaffenheit der einzelnen Schneeschichten bestimmen mit, wie stabil eine Schneedecke ist. Wird die Belastung grösser als die Festigkeit einer Schwachschicht, kann sich eine Lawine lösen.
Im Berggebiet gehören Lawinen zu den wichtigsten Naturgefahren. Sie können Verkehrswege, Gebäude und ganze Geländekammern betreffen.
Lawinenbulletin verstehen, Gelände beurteilen und draussen bessere Entscheidungen treffen.
Zum Lawinenkurs →Steinschlag
Fels ist ständig in Bewegung – auch wenn wir diese Veränderung meistens kaum wahrnehmen.
Wasser dringt in Risse ein. Gefriert es, dehnt es sich aus. Wiederholte Frost- und Tauwechsel können dadurch Gestein lösen. Auch starke Niederschläge, Temperaturwechsel und Verwitterung beeinflussen die Stabilität einer Felswand.
Gelöste Steine können springen, rollen oder abstürzen. Wie weit sie gelangen, hängt von Grösse, Form, Geschwindigkeit und Gelände ab.
Wasser in Felsspalten kann beim Gefrieren erheblichen Druck entwickeln. Über viele Frost-Tau-Zyklen wird der Fels gelockert.
Rutschungen & Erosion
Wasser kann einen Hang grundlegend verändern.
Dringt viel Wasser in den Boden ein, steigt dessen Gewicht. Gleichzeitig können sich die Reibung und der Zusammenhalt im Untergrund verändern. Ganze Boden- und Gesteinspakete können dadurch langsam oder plötzlich talwärts rutschen.
Erosion wirkt meist weniger spektakulär. Wasser trägt laufend Boden und Lockermaterial ab. Über längere Zeit entstehen Rinnen, Gräben und neue Geländeformen.
Schutzwald
Ein stabiler Bergwald ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme im Alpenraum.
Bäume und ihre Wurzeln stabilisieren den Boden. Die Vegetation beeinflusst den Wasserhaushalt und vermindert Erosion. Bei Steinschlag können Baumstämme fallende Steine abbremsen oder stoppen.
Auch auf die Schneedecke wirkt der Wald. Baumkronen halten einen Teil des Schnees zurück, während Stämme und unterschiedliche Geländeformen die Schneedecke unterbrechen.
Deshalb wird Schutzwald gezielt gepflegt und verjüngt. Unterschiedliche Baumarten und Altersklassen erhöhen seine Stabilität.
Verbauungen
Wo natürlicher Schutz nicht ausreicht, kommen technische Schutzmassnahmen zum Einsatz.
Lawinenverbauungen stabilisieren die Schneedecke bereits im Anrissgebiet. Steinschlagnetze und Dämme können Steine auffangen oder deren Energie reduzieren. Weitere Bauwerke leiten Wasser, Geschiebe oder Murgänge kontrolliert ab.
Welche Massnahme sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Naturgefahr, dem Gelände und den zu schützenden Bereichen ab.
Naturgefahren Engelberg: Das Zusammenspiel
Naturgefahren lassen sich nicht abschalten. Entscheidend ist, Gefahren zu erkennen, Raum richtig zu nutzen und dort zu schützen, wo es notwendig ist.
Gelände, Geologie, Schnee, Wasser und Wetter bestimmen, welche Prozesse auftreten können.
Gefahrenkarten helfen zu entscheiden, wo gebaut werden kann und wo besondere Schutzmassnahmen nötig sind.
Schutzwald, technische Bauwerke, Überwachung und organisatorische Massnahmen ergänzen sich.
Naturgefahren im Brunnigebiet
Wer durch die Berge geht, bewegt sich in einer Landschaft, die sich ständig verändert.
Die Beispiele am Brunni zeigen, wie Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Erosion entstehen – und wie Schutzwald und technische Massnahmen helfen, die Folgen dieser Prozesse zu reduzieren.
Naturgefahren gehören zum Gebirge. Sie vollständig zu verhindern ist weder möglich noch das Ziel. Entscheidend ist, die Prozesse zu verstehen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.
Mehr zu Naturgefahren
Weiterführende Informationen zu Lawinen, Schutzwald und Naturgefahren in der Schweiz findest du bei den zuständigen Fachstellen.



