Skitour · Jochstock · Jochgletscher · Steintal
Wendenlücke / Wendensattel – Karte, Topos und Route
Ein kurzer Aufstieg führt vom Jochstock über die Wendenlücke in das Steintal. Der Name Wendensattel bezeichnet denselben Übergang. Trotz der wenigen Höhenmeter ist die Tour anspruchsvoll: Der Zugang ist steil, und auf der anderen Seite muss die richtige Linie durch ein felsdurchsetztes Gelände gefunden werden.
- Schwierigkeit
- ZS · steiler Übergang
- Zeitbedarf
- Ca. 1 h Aufstieg ab Jochstock-Bergstation
- Aufstieg
- Ca. 260 Hm
- Abfahrt
- Ca. 850–950 Hm · je nach Ausfahrt
- Start
- Bergstation Jochstock-Sesselbahn · rund 2510 m
- Tourenziel
- Wendensattel rund 2775 m
- Exposition
- Aufstieg nordseitig · Abfahrt ins Steintal
Zeit und Höhenmeter sind Richtwerte für die bezeichnete Route. Zusatzvarianten, Bahnfahrten und Rücktransport entsprechend einplanen.
Die Linie verstehen
Karte und Topos
Die Unterlagen zeigen Zugang, Schlüsselstellen und Abfahrten im Zusammenhang. Für kleine Beschriftungen das Original öffnen und die benötigten Karten vor der Tour offline speichern.


Interaktive Skitourenkarte
Karte gross bei swisstopo öffnen ↗
Die eingezeichneten Linien zeigen das Gelände. Den genauen Verlauf nach aktueller Schneelage, Sperrungen und Schutzgebietsregeln festlegen; für die Navigation eine aktuelle Landeskarte verwenden.
Vom Ausgangspunkt zum Tourenziel
Routenbeschreibung
Jochstock-Bergstation – Übergang
Von der Bergstation hinter den Bereich des Jochstocks wechseln. Die Linie auf Karte und Topo genau verfolgen; Jochpass und Jochstock sind verschiedene Ausgangspunkte.
Zum Jochgletscher
Über den steilen, stellenweise mehr als 35° geneigten Zugang aufsteigen. Schneehärte und Vereisung können Harscheisen oder einen Fussaufstieg mit entsprechender Ausrüstung verlangen.
Wendensattel
Über das obere Gelände zur Wendenlücke auf rund 2775 m. Vor der Abfahrt die Steintal-Linie und die geplante Ausfahrt anhand beider Unterlagen nochmals abgleichen.
Die Rückkehr gehört zur Tour
Abfahrt und Varianten
Durch das Steintal in Richtung Engstlengebiet. Felsstufen und unterschiedliche Ausfahrten verlangen eine genaue Linienwahl; einer fremden Spur allein zu folgen reicht nicht. Den Anschluss an die Engstlen-Anlagen und die Rückkehr zum Jochpass mit den Betriebszeiten abstimmen. Den See nur auf ausdrücklich freigegebenen Verbindungen betreten.
Worauf es ankommt
Schlüsselstellen und Planung
Die Abfahrt ist länger und komplexer als der kurze Aufstieg vermuten lässt. Die sichere Durchfahrt hängt stark von Schneedecke und Sicht ab. Für den Zugang und das felsdurchsetzte Steintal müssen die Verhältnisse gemeinsam passen.
Lawinenbulletin und Wetter für die betroffenen Höhenlagen und Expositionen prüfen. Den Zeitplan mit Schneedecke, Erwärmung und allfälligen Betriebszeiten der Bahnen abstimmen. Eine vorhandene Spur ersetzt die eigene Beurteilung nicht.
Zur Route und zu den Verhältnissen passend
Ausrüstung und Voraussetzungen
- Tourenski mit Fellen, passende Harscheisen und eine sichere Bindungsbedienung.
- LVS-Gerät, Sonde und Schaufel pro Person; geübte Kameradenrettung.
- Aktuelle Karte offline, Orientierungsmittel, Erste Hilfe, Biwaksack und genügend Wärme- und Wetterschutz.
- Sicheres Skifahren im freien Gelände sowie Kondition und Reserven für die ganze Route.
- Für harte oder vereiste Steilpassagen Steigeisen und Pickel einplanen; je nach Route Helm, Gurt und Seil zur Sicherung. Die erforderlichen Techniken müssen beherrscht werden.
Häufige Fragen
Sind Wendenlücke und Wendensattel verschiedene Übergänge?
In dieser Tourenbeschreibung sind es zwei Namen für denselben Übergang oberhalb des Steintals.
Beginnen die 260 Höhenmeter am Jochpass?
Die Angabe gilt ab der Bergstation der Jochstock-Sesselbahn auf rund 2510 m. Ab dem Jochpass wäre der Aufstieg länger.
Gemeinsam unterwegs
Wendenlücke / Wendensattel mit Bergführer
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