Graustock Klettersteig – 2661 m ü. M.
Contents
Der felsige Grat
Der Klettersteig auf den Graustock führt vom Jochpass über den Südostgrat hinauf zum Gipfel auf 2661 m ü. M. Die Tour verbindet mehrere Klettersteigpassagen mit Gehgelände und einem richtigen Gipfelerlebnis.
Vier steilere Aufschwünge sorgen unterwegs für Abwechslung. Während die ersten Passagen moderater sind, ist der dritte Aufschwung mit K5 die Schlüsselstelle der Tour. Auch der Abstieg ist lohnend und macht den Graustock zu einer abwechslungsreichen Rundtour.
Tour information
Difficulty: K3–K5
Zeit: ca. 3 Stunden
Season: Juni – Oktober
Höhenunterschied: ca. 460 Hm
Start Jochpass, 2222 m ü. M.
Summit Graustock, 2661 m ü. M.
Exposition: Südost
Charakter: Klettersteig und Bergtour über den Südostgrat
Schlüsselstelle: Dritter Aufschwung
Route description
Vom Jochpass führt die Route zunächst Richtung Schafberg. Der erste Abschnitt über den Schafberg ist mit K2 einfach.
Anschliessend folgt der eigentliche Graustock Klettersteig. Über insgesamt vier steilere Stufen geht es über den felsigen Grat Richtung Gipfel. Dazwischen wechseln sich gesicherte Kletterstellen und einfachere Passagen ab.
Die dritte Steilstufe ist die schwierigste Passage und bildet mit K5 die Schlüsselstelle der Tour.


Gipfel Graustock
Nach den Klettersteigpassagen führt die Route weiter zum Gipfel des Graustocks auf 2661 m ü. M. Damit ist der Graustock nicht nur ein Klettersteig, sondern eine richtige Gipfeltour.
Descent
Vom Gipfel führt der Abstieg über die auf der Karte eingezeichnete Route zurück Richtung Jochpass. Für diesen Abschnitt sind rund 90 Minuten angegeben.
Klettersteig, Gipfel und Abstieg ergeben zusammen eine abwechslungsreiche Rundtour.
Requirements
✓ Klettersteigerfahrung
✓ Trittsicherheit
✓ Schwindelfreiheit
✓ Sicherer Umgang mit dem Klettersteigset
✓ Genügend Kraft für die schwierigeren Aufschwünge
✓ K5-Schlüsselstelle beachten
Gut zu wissen
✓ Start direkt am Jochpass
✓ Rund 460 Höhenmeter
✓ Vier steilere Kletterpassagen
✓ Einfacherer Abschnitt am Schafberg mit K2
✓ Graustock Klettersteig bis K5
✓ Gipfelziel auf 2661 m ü. M.
✓ Abwechslungsreiche Kombination aus Bergtour und Klettersteig
✓ Dritter Aufschwung ist die Schlüsselstelle
Ähnliche Klettersteige
- Fürenalpwand – langer und anspruchsvoller Klettersteig in Engelberg.
- Rigid pile wall – anspruchsvollere Klettersteigtour auf einen richtigen Berggipfel.
- Rigidalstockgrat – etwas einfachere Alternative mit Gipfelziel.
- Zittergrat – kurzer, steiler Klettersteig am Brunni.
Questions
Kann ich die Tour bereits auf dem Schafberg beenden?
Ja. Der Schafberg auf 2522 m ist der erste richtige Gipfel der Tour und eine sehr gute kürzere Variante. Bis dorthin sind die Klettersteigpassagen bedeutend einfacher. Die eigentliche Schlüsselstelle des Graustock-Klettersteigs folgt erst nach dem Schafberg. Wer merkt, dass es für heute reicht, kann hier abbrechen und Richtung Schaftal absteigen.
Wie viel einfacher ist die Variante nur bis zum Schafberg?
Bedeutend einfacher. Die ersten beiden Aufschwünge werden vom SAC als einfach beschrieben. Erst nach dem Schafberg folgt der rund 70–80 m hohe, sehr ausgesetzte Zentralpfeiler – die K4–K5-Schlüsselstelle der Tour. Engelberg-Titlis empfiehlt den Schafberg ausdrücklich als verkürzte und vereinfachte Variante.
Ist der Graustock Klettersteig für Anfänger geeignet?
Die komplette Tour auf den Graustock eher nicht. Der SAC bewertet den Klettersteig mit K4–K5, und Engelberg-Titlis bezeichnet ihn ausdrücklich als nicht für Anfänger geeignet. Wer noch wenig Erfahrung hat, kann jedoch den deutlich einfacheren ersten Teil bis zum Schafberg ins Auge fassen.
Wo befindet sich die schwierigste Stelle?
Die Schlüsselstelle kommt nach dem Schafberg: ein rund 70–80 Meter hoher, steiler und stark ausgesetzter Pfeiler. Eisenklammern, Tritte und das durchgehende Stahlseil helfen beim Aufstieg, trotzdem braucht es hier Kraft, Schwindelfreiheit und einen guten Kopf für die Höhe.
Was muss ich beim Abstieg vom Graustock beachten?
Vom Gipfel müssen zunächst Teile des Klettersteigs wieder abgestiegen werden. Danach führt die Route durch das Schaftal zurück zum Jochpass. Der SAC bewertet den Abstieg mit T3+ und weist auf viel Geröll sowie eine kurze ungesicherte Felsstufe hin. Bei schlechter Sicht kann die Orientierung anspruchsvoll werden



